Ressourcen Forum Austria

Tagung: Ressourcenknappheit als Chance | Nachbericht

ERFOLGREICHE TAGUNG MIT HOCHKARÄTIGEN EXPERTEN ZUM THEMA RESSOURCEN UND AUFTAKTVERANSTALTUNG DES RESSOURCENFORUMS AUSTRIA.
MIT EINEM FEUERWERK AN EXPERTENWISSEN GING AM 3. DEZEMBER 2013 DIE TAGUNG „RESSOURCENKNAPPHEIT ALS CHANCE” IN SALZBURGER HEffTERHOF ÜBER DIE BÜHNE. GLEICHZEITIG PRÄSENTIERTE SICH DAS RESSOURCENFORUM AUSTRIA, WELCHES VON DER INDUSTRIELLENVEREINIGUNG SALZBURG UND ÖSTERREICH GEMEINSAM MIT DER LANDWIRTSCHAFTSKAMMER SALZBURG UND ÖSTERREICH GEGRÜNDET WURDE.

Knappheit als Chance nützen

Materielle und Humanressourcen sind nicht in unendlichem Ausmaß verfügbar. Effizienz ist deshalb das Gebot der Stunde und war auch Hauptthema der Tagung. IV-Chefökonom Dr. Christian Helmenstein präsentierte vor rund 100 interessierten Gästen seine aktuellen Erkenntnisse zur Materialeffizienz in Salzburg und Österreich. Die Krise habe in den Unternehmen zu effizienterem Materialeinsatz geführt, so Helmenstein. Es gelte aber diese Effizienz unabhängig von Krisen zu steigern und als Wettbewerbsfaktor weiter zu verbessern, so der Ökonom. Salzburg stellte er im Österreichvergleich ein sehr gutes Zeugnis aus. In fast allen Branchen sei die Materialeffizienz besser als im bundesweiten Durchschnitt. Aufholbedarf ortete Helmenstein bei der Entwicklung von neuen Produkten. Dort werde Materialeffizienz im Entwicklungsprozess erst spät berücksichtigt und müsse schon von Beginn an mitgedacht werden. Rohstoffe sind längst der mit Abstand teuerste Produktionsfaktor und auch der größte Kostentreiber.

Humanressourcen

Knappheit herrscht bekannter Maßen auch zunehmen bei bestens ausgebildeten Mitarbeitern in heimischen Unternehmen, vor allem in der Industrie. Deshalb wurde bei der Tagung „Ressourcenknappheit als Chance” auch das aktuelle Projekt „New Skills Update” präsentiert. Dabei werden in Salzburger Unternehmen die Mitarbeiterqualifikationen der Zukunft detailliert erhoben und künftig als Basis für mögliche Aus- und Weiterbildungsangebote herangezogen. Mit diesem, vom „TEP Arbeit für Salzburg” finanzierten und von der IV initiierten Projekt sollen die Unternehmen fit für die Herausforderungen der Zukunft, ganz besonders bei der Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, gemacht werden.

Große Kluft bei Patentdichte

Präsentiert wurde auch eine aktuelle Studie zur Patentdichte in Österreich. Manfred Stadlbauer von der Techmeter GmbH ortete bei dieser Untersuchung der Patentanmeldungen, dass die Kluft zwischen Bundesländern mit einer hohen Zahl an neuen Patenten und jenen, die nur wenige Patente generieren größer werde. Hier gelte es Innovationen und damit Patente viel stärker zu forcieren. Salzburg liegt laut dieser Untersuchung im guten österreichischen Durschnitt. Besonders stark sei Salzburg bei Patenten in den Bereichen Abfallwirtschaft und Leichtbau, wobei bei Zweiterem der Rohstoff Holz eine wichtige Rolle spiele, so Stadlbauer.

Ressourcenforum Austria

“Wir wollen unsere Vorreiterrolle in Fragen der Materialwirtschaft und industriellen Ökologie durch ein eigenes Institut festigen”,sagte KommR Mag. Rudolf Zrost, Präsident des neu gegründeten Ressourcenforums Austria, welches bei der Tagung zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Das von der IV und der Landwirtschaftskammer gegründete Forum hat zum Ziel, die Interaktion zwischen Wissenschaft und Praxis zu verstärken. Das soll erreicht werden, in dem Innovationen im Bereich der natürlichen Ressourcen, konkret in den Bereichen Forst und Holz, Wasser, Lebensmittel, geogene Rohstoffe, Flächenverbrauch, Energie und Mobilität bis hin zum Klimaschutz sichtbar gemacht werden. Auch dasBewusstsein für effiziente Ressourcennutzung, Materialeffizienz und einen nachhaltigeren Lebensstil soll gestärkt werden.”Wir planen Workshops, eine internationale Wissensdatenbank, eine Ressourcenakademie und vieles mehr”, sagte Präsident Zrost.´

Die Veranstaltung wurde beauftrag vom TEP Arbeit für Salzburg und gefördert von BMASK und ESF.

(Salzburg/Ressourcen Forum Austria)