Best Practices: Börse für Nebenprodukte, Verträglichkeitsvermittler, Overspray | Materialeffizienzlabor-News

Im Rahmen des Projekts Materialeffizienzlabor stellen wir Best Practices materialeffizienter Produktion vor: Interessante Beispiele finden Sie auch im Innovationsradar des Zentrum für Ressourceneffizienz des Verein Deutscher Ingenieure (VDI) (https://www.ressource-deutschland.de/instrumente/innovationsradar/). Hier können Sie selbst unverbindlich, zur Information, und für neue Ideen nach innovativen Lösungen zur Erhöhung Ihrer Ressourceneffizienz stöbern!

Neue Börse für Nebenprodukte der Kunststoffverarbeitung

Kunststoff Polymere (c) Pixabay

Die KraussMaffei Group GmbH, München, betreibt mit polymore (www.polymore.com) einen neuen B2B Online-Marktplatz für Kunststoffe. So will das Unternehmen einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zu mehr Nachhaltigkeit in der Kunststoffindustrie leisten. Nutzer können nicht nur Compounds, sondern auch Rezyklate und andere postindustrielle Wertstoffe handeln. polymore orientiert sich an konkreter Nachfrage: Interessenten stellen ein Materialgesuch ein, für das dann potenzielle Hersteller ermittelt werden. Die Hersteller können dann ein individuelles Angebot schreiben.

Man sieht dafür einen großen Markt: In Europa setzen Erhebungen zufolge unabhängige Compoundeure rund 22 Mrd. EUR pro Jahr um. Alleine in Deutschland sind 500 Compoundeure und Recycler tätig. Mehr Informationen zum neuen B2B-Online-Marktplatz erhalten Sie unter www.polymore.com. Damit ergänzt Polymore das Angebot anderer Kunststoffbörsen, wie zB.: https://rohstoffe.kunststoffweb.de/; https://plasticker.de/recybase/; https://www.pro-plast.com/; https://www.palplast.com/de/; https://www.wipag.com/; www.skg-plast.at.

Verträglichkeitsvermittler für weniger Abfall

Industrielles Kunststoff-Recycling wird von vielen Betrieben bereits erfolgreich durchgeführt. Inhomogene Kunststoffgemische stellen aber einen nicht zu vernachlässigenden verfahrenstechnischen Aufwand beim Verarbeitungsprozess dar. Dies kann zu Qualitätsminderungen aufgrund der Unverträglichkeit einzelner Kunststoffe führen.

Mit Hilfe sogenannter Verträglichkeitsvermittler können Regranulate allerdings einfacher und kosteneffizienter hergestellt werden. Die Firma Du Pont bietet einen Vermittler an, der eine gemeinsame Verarbeitung von Polypropylen (PP) und Polyethylen (PE) zulässt. Das so entstehende Copolymer weist anforderungsgerechte mechanische Eigenschaften auf. Insbesondere die Zugfestigkeit und die Kerbschlagzähigkeit können durch den Einsatz eines Vermittlers erhalten bleiben.

Das Unternehmen arbeitet aktuell an der Entwicklung von Rezepturen, die speziell auf verstärkt anfallende Kunststoffgemische abgestimmt sind. Fokussiert wird dabei auf Gemische aus PE und Polyamid (PA) oder Ethylen Vinylalkohol (EVOH). Durch den Einsatz der Vermittler, kann eine weitreichende und vereinfachte Wiederverwertung von Kunststoffen erfolgen. Damit wird ein Beitrag zur Verringerung von Abfällen geleistet und die Ressourceneffizienz im Bereich der Kunststoffverarbeitung erhöht.

Quelle: www.ressource-deutschland.de

Automatisierter Lackauftrag revolutioniert Schiffsservice

Schiffswartung ist regelmäßig notwendig (c) pixabay

Mit Hubert Palfinger Technologies möchte ausgerechnet ein Unternehmen aus dem Binnenland Salzburg die globale Schiffswartung und –reparatur nachhaltig revolutionieren. Mit einer kürzlich global ausgezeichneten Innovation wird die regelmäßge Neulackierung weitgehend automatisiert. Das übliche aber umweltbelastende Abtragen des alten Lackes mit Sandstrahl wird in einem neuen Hochdruckverfahren mit Wasser durchgeführt. Filtersysteme führen dazu, dass Farbpartikel nicht in die Umwelt ausgetragen werden. Der Neuauftrag – bislang vorwiegend Handarbeit – wird automatisiert durchgeführt. Dies führt zu Reduzierung des Oversprays von 30% auf 5% und aufgrund höherer Lackierungsqualitäten zu niedrigerem Treibstoffverbrauch.

Mehr Informationen: https://www.energyglobe.info/en/energyglobedays-espoo/2019/airaustria/

Dieser Newsletter ist Teil des Projekts Materialeffizienzlabor. Hier informieren wir Sie in Zukunft über Beispiele aus den teilnehmenden Unternehmen, anderen innovativen österreichischen Betrieben und weiteren internationalen Beispielen!

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