Best-Practises: Kleben, Hydraulik, Overspray | Materialeffizienzlabor-News

Im Rahmen des Projekts Materialeffizienzlabor stellen wir Best Practices materialeffizienter Produktion vor: Heute präsentieren wir Beispiele aus dem Innovationsradar des Zentrum für Ressourceneffizienz des Verein Deutscher Ingenieure (VDI) (https://www.ressource-deutschland.de/instrumente/innovationsradar/) vor. Hier können Sie selbst unverbindlich, zur Information, und für neue Ideen nach innovativen Lösungen zur Erhöhung Ihrer Ressourceneffizienz stöbern!

Reversibles Kleben für die Kreislaufwirtschaft

Thermolabile Kleber, die sich wieder lösen können, erleichtern die Kreislaufwirtschaft

Vor dem Hintergrund einer besseren Reparaturfähigkeit, der Wiederverwendung von Komponenten und dem Recycling werden Klebstoffe benötigt, die einfach wieder zu trennen sind. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat einen neuartigen Klebstoff entwickelt, der bei verhältnismäßig geringen Temperaturen unter 100 Grad Celsius rückstandsfrei gelöst werden kann. Die dafür eingesetzten Polymere enthalten „Sollbruchstellen“ in ihren Ketten. Die Anzahl und Architektur dieser Stellen entscheidet dabei über die Höhe der zum Lösen benötigten Temperatur.
Dieser thermolabile Klebstoff wurde bereits patentiert und soll für eine ressourceneffizientere Kreislaufwirtschaft mit Industriepartnern in die Anwendung überführt werden.

Mehr Informationen dazu unter HIER.

Schlauer Antrieb für hydraulische Pressen

Ein neuer Antrieb für hydraulische Pressen mit dem Namen „Efficient Hydraulic Forming“ wurde durch das Unternehmen Schuler entwickelt. Eine Energieverbrauchsreduktion von bis zu 60 % soll die neue Antriebstechnologie im Vergleich zu herkömmlichen Anlagen herbeiführen. Eine Standby-Funktion bewirkt die automatische Abschaltung der Hauptantriebe, sobald keine Energiezufuhr für den Umformprozess benötigt wird. Durch eine intelligente drehzahlgeregelte Ansteuerung werden die Nebenfunktionen nur im Bedarfsfall mit Energie versorgt. Des Weiteren konnte die benötigte Kühlleistung durch den Einsatz von wirkungsgradoptimierter, modularer Hydraulik und durch Energierückspeisung reduziert werden.

Mehr Informationen dazu finden Sie unter anderem HIER.

Fraunhofer Innovationspreis: Neues Lackierverfahren vermeidet Overspray

Bei dem Lackierverfahren werden gezielt Tropfen definierter Größe erzeugt, die zielgenau appliziert werden. Mithilfe dieses Verfahrens kann Energie eingespart und der Materialverbrauch reduziert werden. Außerdem ist es möglich, nichtwertschöpfende manuelle Arbeiten, z.B. die Maskierung für Mehrfarbenlackierungen, zu vermeiden. Im Gegensatz zu den konventionellen Verfahren wird der Lack nicht mehr mit einer Lackierpistole zerstäubt, also in Tropfenform in unbekannter Größe und Richtung zerteilt, sondern durch kurz getaktete Öffnungszeiten der neu entwickelten Düse in wohl definierte Lacktropfen geformt. Der Nutzen liegt hierbei vor allem in der Ressourceneffizienz.

Mehr Informationen und erste industrielle Anwendungsbeispiele finden Sie HIER.

Dieser Newsletter ist Teil des Projekts Materialeffizienzlabor. Hier informieren wir Sie in Zukunft über Beispiele aus den teilnehmenden Unternehmen, anderen innovativen österreichischen Betrieben und weiteren internationalen Beispielen!