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Produzierende Wirtschaft

Circular Industry Roundtable. Gemeinsam zirkuläre Trends entdecken

Im Rahmen des Sechsten Nationalen Ressourcenforums luden die Partner: innen der grenzüberschreitenden Circular Foresight Initiative, einem Zusammenschluss von Akteur:innen aus Forschung, Wirtschaft und regionaler Entwicklung: Wirtschaftsförderung Burghausen, TH Rosenheim, Business Upper Austria, Umweltcluster Bayern, Standortagentur Tirol, Innovation Salzburg und Ressourcen Forum Austria. Ziel war es, zirkuläre Vorreiterunternehmen an einen Tisch zu bringen, um gemeinsam Trends, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren einer zukunftsfähigen Kreislaufwirtschaft zu erkunden.

Vorausschauend wirtschaften: Die Methodik

Im Mittelpunkt stand die pilothafte Anwendung der Circular Foresight Methodik (CFM) – entwickelt an der TH Rosenheim im Rahmen des Masterstudiengangs „Circular Economy“. Die CFM verbindet Szenarioarbeit mit strategischer Unternehmensentwicklung und richtet sich speziell an kleine und mittlere Industrieunternehmen, die bereits Erfahrung mit Kreislaufwirtschaft gesammelt haben. Ziel der Methodik ist es, unternehmensspezifische Zukunftspfade zu entwickeln, die zirkuläres Wirtschaften stärken. Sie bietet Unternehmen einen strukturierten Rahmen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, eigene Potenziale zu identifizieren und strategische Handlungsoptionen abzuleiten. Im Roundtable wurde der Prototyp der CFM erstmals im Workshop-Format erprobt – mit Fokus auf Praxistauglichkeit, Dialog und Kooperationsbereitschaft. 

Austausch auf Augenhöhe

In mehreren moderierten Runden tauschten sich Pionierbetriebe über ihre Erfahrungen aus: Was funktioniert bereits gut? Wo gibt es Hürden? Und welche Unterstützung brauchen Unternehmen, um Kreislaufwirtschaft zum tragenden Geschäftsmodell zu machen? Gemeinsam wurden konkrete Handlungsoptionen erarbeitet – für die Unternehmen selbst, aber auch für politische, wissenschaftliche und wirtschaftliche Rahmengeber. Im Zentrum stand nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch die strategische Einbettung: Wie kann Kreislaufwirtschaft zur langfristigen Positionierung und Wettbewerbsfähigkeit beitragen? Welche Rolle spielen Organisation, Mindset und Wertschöpfungsketten? Und wie gelingt es, Erkenntnisse aus der Praxis für andere nutzbar zu machen?  

Wissen teilen – Wirkung skalieren

Besonders wichtig: Die Ergebnisse des Roundtables sollen nicht nur bei den teilnehmenden Unternehmen bleiben. Vielmehr dient die CFM auch dazu, gezielte Unterstützungsangebote für Einsteiger:innen zu entwickeln – also für Betriebe, die den Einstieg in die Kreislaufwirtschaft erst planen. Damit wird Wissen aus der Praxis für die Breite nutzbar – und Kreislaufwirtschaft systematisch verbreitbar.  

Kooperative Zukunftsgestaltung

Was die Teilnehmenden erwartete: 

  • Analysen realer Erfahrungen zirkulärer Vorreiterunternehmen 
  • Identifikation konkreter Handlungsoptionen 
  • Impulse für Strategie und Geschäftsmodell 
  • Validierung neuer Erkenntnisse im Branchendialog 

Das Fazit: Wer gemeinsam denkt, kommt weiter. Der Roundtable war ein lebendiges Beispiel dafür, wie strategische Vorausschau und Kooperation zur treibenden Kraft der Transformation werden können. 

Weiterführende Informationen
  • Dieser Text fasst einen Roundtable mit Jan Lüken und Silvia Seibold (beide Technische Hochschule Rosenheim) zusammen, der im Rahmen des Sechsten Nationalen Ressourcenforums im Mai 2025 in Salzburg stattfand. Weitere Informationen zum Sechsten Nationalen Ressourcenforum finden Sie hier.

  • Der Roundtable wurde in Kooperation mit den Partnern der Circular Foresight Initiative (Wirtschaftsförderung Burghausen, Technische Hochschule Rosenheim, Business Upper Austria, Umweltcluster Bayern, Standortagentur Tirol und Innovation Salzburg) organisiert.

(01.12.2025)

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