Kommunaler Klärschlamm als Ressource
Orientierung bei Phosphorrückgewinnung und Kreislaufwirtschaft
Klärschlamm ist nicht nur ein Entsorgungsproblem, sondern enthält mit Phosphor einen unverzichtbaren Rohstoff. Neue regulatorische Vorgaben stellen Gemeinden und Abwasserverbände jedoch vor wichtige strategische Entscheidungen: Wie soll Klärschlamm künftig verwertet werden? Welche Kooperationen und Kapazitäten werden benötigt? Und mit welchen Kosten ist zu rechnen? Das Webinar im Rahmen des Projekts Team Kreislaufwirtschaft und veranstaltet in Kooperation mit dem ÖWAV – dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband gibt einen kompakten Überblick über die aktuelle Klärschlammbewirtschaftung in Österreich, erläutert die rechtlichen Anforderungen und zeigt anhand eines regionalen Beispiels, wie sich Kläranlagenbetreiber gemeinsam auf die Veränderungen vorbereiten.
Thema
Die Bewirtschaftung kommunaler Klärschlämme steht vor einem grundlegenden Wandel. Die neue EU-Kommunalabwasserrichtlinie und die österreichische Abfallverbrennungsverordnung bringen Anforderungen an die Abwasserreinigung, Klärschlammbehandlung und Rückgewinnung von Phosphor. Für Gemeinden und Abwasserverbände stellen sich damit zahlreiche Fragen:
- Wo und in welchen Mengen fällt Klärschlamm an? Wie wird er derzeit in Österreich verwertet?
- Welche Anlagen sind von den neuen Vorgaben betroffen? Welche technischen und organisatorischen Lösungen stehen zur Verfügung?
- Und wie können sich Gemeinden frühzeitig auf Investitionen, steigende Kosten und neue Kooperationserfordernisse vorbereiten?
Im kostenlosen Webinar ordnet Matthias Zessner-Spitzenberg von der TU Wien die gegenwärtige Klärschlammbewirtschaftung ein und zeigt, welche Rolle Phosphorrückgewinnung künftig für eine kreislauforientierte Nutzung spielen kann. Hubert Grech vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft erläutert die aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen und die Vorgaben zur Phosphorrückgewinnung. Markus Callegari vom Abwasserverband Hall in Tirol–Fritzens gibt anschließend Einblick in die „Tiroler Lösung“. Der Werkstattbericht zeigt, wie mehrere Kläranlagenbetreiber gemeinsam an einem zukünftigen Verwertungsweg arbeiten. Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende Unsicherheiten zu reduzieren und Gemeinden sowie Abwasserverbänden eine fundierte Grundlage für ihre nächsten Schritte zu bieten.
Programm
| 9:00 |
Begrüßung und Einstieg Daniel Resch, Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband Andreas Van-Hametner, Moderation Team Kreislaufwirtschaft/RFA |
|---|---|
| 9:05 | Klärschlamm als Ressource – Status Quo und Zukunft der Bewirtschaftung Matthias Zessner-Spitzenberg, TU Wien |
| 09:35 | Aktuelle Regulatorik zur Klärschlammverwertung – Fokus Phosphorrückgewinnung Hubert Grech, BMLUK |
| 09:55 | Die Tiroler Lösung der Klärschlammverwertung. Ein Werkstattbericht Markus Callegari, Abwasserverband Hall in Tirol – Fritzens |
| 10:10 | Diskussion und offene Fragen aus dem Publikum |
| 10:25 | Zusammenfassung und Ausblick auf kommende Projektaktivitäten Andreas Van-Hametner, Team Kreislaufwirtschaft/RFA |
| 10:30 | Ende der Veranstaltung |
Organisatoren
Veranstaltungspartner
Anmeldung
Die Teilnahme an dieser Online-Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten Sie um Anmeldung bis zum 3. November 2026. Die Anmeldung finden Sie hier.
Zielgruppe
Bürgermeister:innen, Gemeindevertreter:innen, Gemeindemitarbeiter:innen, Verantwortliche von Abwasserverbänden und Kläranlagen, Klima- und Energie-Modellregionen, KLAR!-Regionen, Regionalmanagements, öffentliche Institutionen sowie weitere fachlich Interessierte.
Details
- Datum 4. November 2026
- Zeit 9:00 - 10:30
- Veranstaltungsort Online
- Veranstalter Team Kreislaufwirtschaft (Ressourcen Forum Austria, Circular Economy Forum Austria, Klimabündnis Österreich & Verein Klima-Modellregionen Österreich)
-
E-Mail / Web
a.van-hametner@ressourcenforum.at
Projekt Team Kreislaufwirtschaft - Telefon
(01.10.2026)




