Puzzle der Kreislaufwirtschaft. Spielerisch die Grundsätze und Wirkungen der Kreislaufwirtschaft erkunden.
Ein Kartenspiel, zwei Tische und eine Klasse voller Begeisterung – das waren die Zutaten für einen inspirierenden Workshop zur Kreislaufwirtschaft beim Ressourcen Forum Austria mit einer Klasse der HBLA Ursprung. In entspannter, aber zielgerichteter Atmosphäre tauchten die Schüler:innen tief in die Herausforderungen und Chancen einer ressourcenschonenden Zukunft ein.
Einstieg mit Fakten und Aha-Erlebnissen
Im Mittelpunkt des Workshops stand das „Puzzle der Kreislaufwirtschaft“ – ein faktenbasiertes Kartenspiel mit wissenschaftlichem Fundament, entwickelt von Anne-France Mariacher und Elsa Bortuzzo. Die Gruppe, überwiegend bestehend aus Schüler:innen, widmete sich zunächst den Ursachen für eine notwendige Ressourcenwende: unserer linearen Wirtschaftsweise, die stetig Rohstoffe verbraucht und dabei Abfall sowie massive ökologische Folgen produziert – von der Klimakrise über den Rückgang der Biodiversität bis hin zu globaler Verschmutzung. Gemeinsam legten die Teilnehmenden 30 Karten in eine kausale Reihenfolge, diskutierten Inhalte, stellten Fragen und lachten über eigene – manchmal überraschende – Vermutungen. Wo die Themen ernster wurden, half die empathische Moderation dabei, einen geschützten Raum für Reflexion zu schaffen.
Vom Problem zur Lösung: Kreislaufwirtschaft verstehen und gestalten
Im zweiten Teil des dreistündigen Workshops ging es vom Verstehen ins Gestalten: Was macht Kreislaufwirtschaft aus, wie funktioniert sie, und welche Prinzipien stecken dahinter? Mit konkreten Beispielen – von Payper– Use-Modellen über industrielle Ökologie bis zu Ökodesign – sammelte die Gruppe Ansätze, identifizierte Hindernisse und benannte Treiber, die die Umsetzung begünstigen: Regulierung, Kooperation, Standards oder auch die persönliche Einstellung zum Konsum. Dabei wurde klar: Auch wenn man sich selbst nur als kleines Rädchen wahrnimmt, kann jede:r etwas beitragen.
Mitmachen. Mitnehmen. Weitergeben.
Ein besonderes Plus des Formats: Es ist skalierbar. Wer den Workshop einmal mitgemacht hat, kann sich in nur drei weiteren Stunden – auch online – zur Moderator:in ausbilden lassen. Vorkenntnisse sind nicht nötig. So lässt sich das Puzzle auch im Kollegium, im Freundeskreis oder in der Familie einsetzen, um gemeinsam einen Perspektivwechsel anzustoßen.
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(01.12.2025)



