Die Ressourcen der Gemeinde

Was sind die „Ressourcen“ einer Gemeinde?

Der Begriff „Ressourcen“ wird in vielfältiger Weise und verschiedenen Zusammenhängen verwendet. Auf europäischer Ebene gelten beispielsweise Brennstoffe, Metalle, Nahrungsmittel, Boden, Wasser, Luft, Biodiversität und Ökosystemleistungen als materielle und nicht materielle Ressourcen. Unabhängig von der spezifischen Betrachtungsweise lautet die Zielvorgabe gleich: fruchtbare Böden, ertragreiches Land und intakte Meere, frisches Wasser und saubere Luft.

In der Gemeinde wird ebenfalls ein breites Themenspektrum je nach Entscheidungskontext als Ressourcen interpretiert: von Brauchtums- und Kultureinrichtungen über Energie, Mobilität und Wasser bis zur Flächennutzung und Schulwesen. Bei möglichen Kooperationen von Gemeinden bei Feuerwehr oder Kultureinrichtungen werden auch ehrenamtliches Engagement oder Bindung zur Ortschaft als Ressourcen wahrgenommen, die es zu schützen und zu pflegen gilt.

Somit sind Ressourcen als kein zusätzlicher, neuer, von außen aufgesetzter Themenkreis für die Gemeinde zu verstehen. Ressourcen und Ressourceneffizienz sind als Teil der Lösung konkreter Probleme zu erkennen und festzulegen.

Daher setzt Ressourceneffizienz voraus, je nach Themenfeld und Handlungsbedarf zuerst den Begriff „Ressourcen“ zu definieren. Je nach Inhalt der umzusetzenden Maßnahme kann der Begriff „Ressourcen“ gegen einen passenderen ausgetauscht werden, beispielsweise „Lebensgrundlage“ oder aber präzisiert werden (z.B. natürliche Ressourcen). So können die Kommunikation und die nachfolgende Lösungsfindung erleichtert oder weitreichender gestaltet werden.

Was Gemeinden leisten (c) Österreichischer Gemeindebund

Handlungsfelder für kommunale Ressourcenschonung

Gemeinden können Ihren Ressourcenverbrauch und damit ihre Ressourceneffizienz über mehrere zentrale Handlungsfelder beeinflussen. Diese Handlungsfelder umfassen die Abfallwirtschaft, Energie, Flächennutzung, Mobilität, kommunale Beschaffung sowie gemeindeübergreifende Kooperation.