Schlussfolgerungen aus den Veranstaltungen

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen aus der ersten Fachveranstaltung

Über den österreichischen Gemeindebund wurden die Gemeinden eingeladen. Zusätzlich wurden jene Gemeinden, die im Rahmen der, 2016 durchgeführten Befragung grundlegende Informationen zu den Ressourcen ihrer Gemeinde bereitgestellt haben, kontaktiert. Die an die Gemeinden rückgesendete Auswertung beschreibt den BürgermeisterInnen die Ausgangssituation ihrer Gemeinde in Bezug auf Ressourcen.

In der ersten Veranstaltungsreihe wurde Gemeinden, die Beispiele zu den drei Themengebieten „Nachhaltiger Einkauf“, „Flächennutzung“ und „Gemeindeübergreifende Kooperation“ für das Bilderbuch geliefert haben die Möglichkeit geboten, ihre erfolgreichen Aktivitäten vorzustellen. Die TeilnehmerInnen fanden es notwendig, dass Informationsarbeit auf Gemeindeebene über die drei Themenfelder geleistet werdem. Das Bilderbuch der Möglichkeiten und der Maßnahmenkatalog sind hierfür gut geeignet. Kooperation ist gelebte Praxis und wird für Kleinstgemeinden zukünftig immer wichtiger. Der kooperative Betrieb von Seniorenheimen, Bauhöfen und die gemeinsame Ausschreibung von Straßenbauprojekten sind Beispiele, für die nur gemeinsam qualifiziertes Personal gewonnen werden kann.

Deutlich artikuliert wurde der steuernde Einfluss der Landesregierung über die Zuteilung der Finanzmittel an die Gemeinden. Das Amt der Landesregierung und Politik sind einzubeziehen, da diese maßgeblich die Richtung der Gemeindeentwicklung beeinflussen.

Flächennutzung

Bei der Flächennutzung stoßen viele Gemeinden bei Leerstand und ungenützten Grundstücken an ihre Grenzen. Persönliche Gespräche, Übernahme von Mieten, flexible Mietverträge und ein Gemeindemitarbeiter für die Verwertung von Leerständen wurden als erfolgreiche Konzepte aufgezeigt. Vermietungsplattformen werden auch als Chance für den ländlichen Raum gesehen.

Nachhaltige Beschaffung

Mit nachhaltiger Beschaffung wird nur die BBG (Bundesbeschaffungs GmbH) in Verbindung gebracht. Das Einbeziehen von Nachhaltigkeitskriterien beim Einkauf erfolgt sehr selten. Dem Einkauf bei lokalen Betrieben wird der Vorzug gegeben. Eingeführte Verbrauchsgüter wie Reinigungsmittel sind nur schwer zu ändern und erfordern eine Schulung der AnwenderInnen.

Daten zur 1. Veranstaltungsreihe

Termine und Orte

29.01.2018      Innsbruck

30.01.2018      Kuchl, Sbg

14.02.2018      Graz

15.02.2018      Linz

22.02.2018      St. Pölten

Behandelte, diskutierte Themen

Einreichung und Finanzierung von LEADER-Projekten, Gesundheitsnetzwerke, Kooperation bei Aufschließung von Gewerbegebieten, Entwicklung des ASZ zum Ressourcenpark, nachhaltige Beschaffung, Denkmalschutz und Ortsentwicklung, Flächennutzung, Motivation von Gemeinden zum Thema Ressourcen

Teilnehmende Gemeinden, Experten

VertreterInnen aus 40 Gemeinden, von 3 Ämter der Landesregierungen, 1 Ministerium, 3 Institutionen

Zusammenfassung und Schlussfolgerungen aus der zweiten Fachveranstaltung

Bei der zweiten Veranstaltungsreihe wurde ein Schwerpunkt auf die KEM- und LEADER-Regionen gelegt, die eine Vernetzung zwischen den Gemeinden gewährleisten. Weiters wurden wiederum ReferentInnen mit einem klaren Bezug zur praxisnahen Umsetzung der 3 Themenfelder „Nachhaltiger Einkauf“, „Flächennutzung“ und „Gemeindeübergreifende Kooperation“ auf Gemeindeebene gewonnen.

Unter den TeilnehmerInnen wurde vorwiegend über die gemeindeübergreifende Kooperation und nachhaltige Beschaffung gesprochen. Ziel der Gemeinden ist es, nach Lösungen und nicht nach Fehlern zu suchen und die gesamte Bevölkerung in Projekte miteinzubinden. Die Vorgabe von klaren Strukturen durch die Landesregierung ist grundlegend. Weiters ist eine Vielzahl an Projekten aus und durch die Bevölkerung nur durch einen entsprechenden Fördersatz umsetzbar.

Gemeindeübergreifende Kooperation

Gemeindeübergreifende Kooperationen können langfristig nur mit Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung erfolgreich umgesetzt werden. Dabei war die Verknüpfung von Information mit Gewinnspielen und Kinder-Wettbewerben besonders erfolgreich. In den Überlegungen gemeindeübergreifender Kooperationen sind Rahmenbedingungen mit ökologischen Auswirkungen, wie z.B. längere Anfahrtswege und somit mehr CO2-Emissionen neben den reinen Kosteneinsparungen zu berücksichtigen. Bewährt haben sich Kooperationen für Straßeninstandsetzungen und der Nutzung von teuren Maschinen.

Das „Lead-Buyer“-Konzept – Bündelung des Einkaufs, sodass jede Gemeinde sich auf den Einkauf bestimmter Produktgruppen spezialisiert – ist eine geeignete Vorgehensweise für beides, gemeindeübergreifende Kooperation und nachhaltigen Beschaffung und geht mit Kosteneinsparungen einher.

Daten zur Veranstaltungsreihe

Termine und Orte

25.06.2018      Hirm, Burgenland

26.06.2018      Hartl bei Hartberg, Steiermark

02.07.2018      Linz, Oberösterreich

Behandelte, diskutierte Themen

Nachhaltig beschaffter Sonnenstrom, Denkmalschutz und Ortsentwicklung, nachhaltige Flächennutzung, gemeindeübergreifende Kooperationen in der Ökoregion Kaindorf, Kooperation bei Gewerbeparks

Teilnehmende Gemeinden, Experten

28 Gemeinden, 16 KEM- und Regionalmanager, 5 Institutionen