Themenfelder

Wie und in welchen Bereichen kann meine Gemeinde ressourceneffizienter werden?

 

Einen Überblick über die Inhalte der drei Themenfelder erhalten Sie auf den Projektpostern.

Nachhaltige Beschaffung

Nachhaltige Beschaffung umfasst die Beschaffung hochwertiger und umweltfreundlicher Produkte und Leistungen, die den Anforderungen von Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit entsprechen und bei deren Herstellung oder Einbringung soziale Standards (gerechter Lohn etc. eingehalten werde.

Die nachhaltige Beschaffung im öffentlichen Bereich bezieht sich auf die folgenden Elemente:

Büromaterial, Gartenbau, Graphisches Papier, Green Events, Hochbau, Tiefbau, Innenausbau, Beleuchtung, IT-Geräte, Lebensmittel, Mobilität, Möbel, Reinigung, Strom, Textilien, Winterdienst

Beispiele aus Österreich

Gemeindeübergreifende Kooperation

Gemeindeübergreifende Kooperationen sind Aufgaben im Wirkungsbereich jeder Gemeinde, welche von zwei oder mehreren Gemeinden gemeinsam anstatt nur von einer umgesetzt werden.

Benachbarte Gemeinden können durch interkommunale Zusammenarbeit die ständig steigenden Anforderungen der demografischen und finanziellen Entwicklung wirtschaftlicher und ressourceneffizienter meistern, beispielsweise durch den gemeinsamen Betrieb von Schulen, Betriebsgebieten, Tourismusverwaltungen etc.

Beispiele aus Österreich

  • Ökoregion Kaindorf – gemein(de)sam für Ressourceneffizienz – Gemeinden Dienersdorf, Ebersdorf, Hartl, Hofkirchen, Kaindorf, Tiefenbach
    Die Ökoregion Kaindorf wurde mit dem Ziel gegründet, als Vorbildregion für eine ökologisch und nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu wirken. Es wurden über 240 Projekte in den Bereichen Humusaufbau/Landwirtschaft, Bewusstseinsbildung und Kaufverhalten, Mobilität, Wohnbau/Sanierung, Heizen/Strom, Energiesparen, Tourismus, Wasser/Wind etc. durchgeführt.
  • „Quadrella“ – Kooperation im Quadrat – Gemeinden Bürs, Bludenz und Nüziders
    Die Gemeinden schlossen sich zusammen, um das Betriebsgebiet „Quadrella“ zu gründen. Dadurch können bestehende Infrastruktureinrichtungen besser ausgenutzt und ein Beitrag zur flächeneinsparenden Raumentwicklung geleistet werden.
  • Bauhof stärkt Zusammenhalt – Gemeinden Aspach, Roßbach, Höhnhart, St. Veit
    Die vier Gemeinden haben einen gemeinsamen Bauhof errichtet, wodurch Fläche eingespart wird. Weiters werden Maschinen, Fahrzeuge und Geräte gemeinsam und somit effizient genutzt.
Nachhaltige Flächennutzung

Flächennutzung wird definiert als „Nutzung einer größeren Fläche für bestimmte Zwecke“

Unter nachhaltiger Flächennutzung versteht man die Vermeidung zusätzlicher Bodenversiegelung in den Siedlungen sowie die Vermeidung von Zersiedelung.

Zum Beispiel durch:

  • Vermeidung von Leerständen, Wiedernutzung/Umbau eines leerstehenden Gebäudes
  • Revitalisierung von Ortskernen und versiegelten Grünflächen
  • Mehrzwecknutzung bestehender Flächen z.B. alternative Dachflächennutzung (Begrünung, Stromerzeugung etc.)

Beispiele aus Österreich

  • Treffpunkt Leerstand – Gemeinde Ottensheim
    In der Gemeinde Ottensheim wurde das Ortszentrum revitalisiert und das Gemeindeamt neu eröffnet. Dabei wurde ein altes Gebäude erhalten und gleichzeitig eine offene Begegnungsmöglichkeit für die Bürgerinnen geschaffen.
  • „Spinnerei“ mit Mehrwert – Gemeinde Teesdorf
    In der ehemaligen Bauwollspinnerei in Teesdorf, welche denkmalgeschützt ist, wurden 6 Wohnungen errichtet. Somit konnten weitere Ressourcen und Flächen eingespart werden.
  • Sonnengarten – Gemeinde Zell am See
    Die Stadtgemeinde Zell am See setzt auf nachhaltige und zukunftsweisende Wohnbauten und sorgt so für eine möglichst geringe Bodenversiegelung. Für das Projekt „Sonnengarten Limberg“ erhielt die Gemeinde den ÖGUT Umweltpreis 2016.