Team Kreislaufwirtschaft. Erfolgreicher Projektstart
Mit einem erfolgreichen Auftaktwebinar startete das Team Kreislaufwirtschaft am 15. Dezember in den Austausch mit Gemeinden und Regionen. Mehr als 150 Gemeindevertreter:innen und Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über konkrete Ansätze und Werkzeuge zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft auf kommunaler Ebene zu informieren.
Kreislaufwirtschaft in Gemeinden
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Gemeinden Kreislaufwirtschaft wirksam in ihre Praxis integrieren können. Josef Galdberger, BMLUK, zeigte auf, wie die österreichische Kreislaufwirtschaftsstrategie in das Team Kreislaufwirtschaft überführt wurde und warum Gemeinden dabei eine Schlüsselrolle einnehmen. Andreas Van-Hametner, Ressourcen Forum Austria, stellte die Unterstützungsangebote des Team Kreislaufwirtschaft vor, die von Beratung bis zur Umsetzung konkreter Maßnahmen reichen.
Wie Kreislaufwirtschaft bereits heute in Gemeinden gelebt wird, verdeutlichten drei Praxisbeispiele. Vorgestellt wurden Repair und ReUse Initiativen aus dem Salzburger Seeland mit Repair Cafés, ReUse Sammeltagen und Carla Läden, regionale Kompostierungs und Humusaufbauprojekte aus der Ökoregion Kaindorf sowie die Kreislaufregion Melk Scheibbs, die mit Marktgärtnereien und Materialflussanalysen neue regionale Wertschöpfungsketten aufbaut.
Team Kreislaufwirtschaft unterstützt österreichische Gemeinden
Mit Oktober 2025 hat das im Rahmen des österreichischen GAP Strategieplans 23 27 geförderte Projekt Team Kreislaufwirtschaft offiziell seine Arbeit aufgenommen. Das Projekt begleitet Gemeinden bei allen Aspekten der Kreislaufwirtschaft, wie beispielsweise zirkulärer Beschaffung, beim Aufbau von Wiederverwendungsinitiativen sowie bei regionalen ReUse und Repair Angeboten. Ziel ist es, bestehende Aktivitäten sichtbar zu machen, zu vernetzen und in die Breite zu tragen.
„Zahlreiche Gemeinden zeigen bereits, welches Potenzial Kreislaufwirtschaft für Lebensqualität, regionale Wertschöpfung, Kosteneinsparungen und Gemeinschaft hat. Diese Erfahrungen wollen wir systematisch verbreiten und langfristig in allen österreichischen Gemeinden verankern“, betont Florian Iro, Präsident des Ressourcen Forum Austria.
Wissensaufbau für die Ressourcenwende
Auch der gemeinsame Wissensaufbau steht im Fokus. „Nachhaltige Transformation gelingt nur im Zusammenspiel über regionale und bundesländerübergreifende Grenzen hinweg. Das Team Kreislaufwirtschaft vernetzt bestehende Initiativen und stärkt jene, die vor Ort konkrete und mehrwertstiftende Lösungen umsetzen“, erklärt Valerie Sophie Schönberg, Projektleiterin beim Circular Economy Forum Austria.
Die enge Verbindung von Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz unterstreicht Norbert Rainer, Geschäftsführer von Klimabündnis Österreich: „Geschlossene Kreisläufe senken Emissionen, sparen Ressourcen und stärken die regionale Resilienz. Das Projekt setzt genau dort an, wo Veränderung am wirksamsten ist, in den Gemeinden.“
Für Margit Krobath, Obfrau des Vereins Klima Modellregionen Österreich, ist regionale Zusammenarbeit entscheidend. „Nachhaltige Lösungen entstehen dort, wo regionale Akteure kooperieren. Die Klima und Energiemodellregionen bringen ihre langjährige Erfahrung ein, um Gemeinden beim Aufbau zirkulärer und tragfähiger Strukturen zu unterstützen.“
Team Kreislaufwirtschaft
Das Projekt Team Kreislaufwirtschaft wird gemeinsam umgesetzt von dem Ressourcen Forum Austria, dem Circular Economy Forum Austria, Klimabündnis Österreich sowie dem Verein Klima Modellregionen Österreich.
Die Förderung erfolgt aus Mitteln der gemeinsamen Agrarpolitik von Bund, Ländern und Europäischer Union.

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(19.12.2025)




