Eine Strategie für Ressourcen und Gemeinden

Warum eine Strategie für Ressourceneffizienz notwendig ist?

Der globale Ressourcenverbrauch übersteigt die Kapazitäten der Natur. Die Menge an Abfall steigt unaufhaltsam. Die Ressourcenfrage stellt eines der größten Probleme des 21. Jahrhunderts Die Steigerung der Ressourceneffizienz und die Entwicklung zu einer Kreislaufwirtschaft zählen deshalb zu den entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit. Mit dem Aktionsplan Kreislaufwirtschaft der EU und der Leitinitiative „Ressourcenschonendes Europa“ wurden Impulse für den Übergang der europäischen Wirtschaft Richtung Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz gesetzt. Mit gezielten Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette soll das Wirtschaften in Kreisläufen und damit die Wettbewerbsfähigkeit gefördert werden. Das Ziel: Produkte so zu produzieren und konsumieren, dass ihre Ressourcen möglichst lange genutzt werden, sie wenig Abfälle generieren und CO2-arm sind. Wirtschaften in Kreisläufen wird in Österreich unter anderem durch den Österreichischen Aktionsplan zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung (NaBe) und dem Ressourceneffizienz Aktionsplan (REAP) gefördert. Der REAP setzt als Zielwert die Steigerung der Ressourceneffizienz bis 2020 um mindestens 50 % im Vergleich zu 2008. Die Ecksteine für die Realisierung dieser ambitionierten Vision bilden die 10 Maßnahmen in den vier Aktionsfeldern „Ressourceneffiziente Produktion“, „Öffentliche Beschaffung“, „Kreislaufwirtschaft“ und „Bewusstseinsbildung“ im Maßnahmenprogramm

Nähere Informationen zum Projekt „Ressourceneffiziente Gemeinde finden Sie hier.

 Die Bedeutung der Gemeinde

 Für die Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz braucht es jedoch einen multidimensionalen, integrativen und sektorübergreifenden Politikansatz mit Schnittstellen zu vielen anderen Politik- und Wirtschaftsfeldern. Dieser Ansatz beginnt im kleinsten Baustein unserer Gesellschaft – der Gemeinde. In den Gemeinen können Information und Sensibilisierung von EntscheidungsträgerInnen und BürgerInnen zum Thema Ressourcen am besten stattfinden und Ideen zu Projekten werden. Österreichweite Vorzeigeprojekte zeigen, dass die Gemeinden das Fundament für einen erfolgreichen Übergang zur Kreislaufwirtschaft sind. Außerdem ist die Gemeinde und ihre Vertreter die erste und unmittelbare Kontaktstelle zu den Bürgern. In dieser Funktion ist die Gemeinde auch Vorbild für ihre Einwohner und kann so indirekt auf den Umgang mit Ressourcen im privaten Umfeld Einfluss nehmen.

Eckpunkte der „Strategie zur Positionierung des Themas Ressourcen“ in den österreichischen Gemeinden und Initiierung einer Umsetzung

 Ziel der Strategie ist, das Thema der Ressourcennutzung so zu verankern, dass dies zukünftig bei Ideenfindungs- und Entscheidungsprozessen auf allen Ebenen (Land, Region, Gemeinde, Bürger) bestmöglich Berücksichtigung findet, damit die vorhandenen Ressourcen möglichst nachhaltig und effizient genutzt werden.

 Daher empfiehlt die Strategie, zuerst den Begriff „Ressourcen“ im Gemeindekontext klar zu definieren, um sinnvolle und realistische Ziele für ihre Bewirtschaftung zu setzen. Anhand dreier von den Gemeinden als besonders relevant eingestuften Themenfeldern und entsprechender Beispiele guter Praxis wird aufgezeigt, wie kleine Schritte eine große Wirkung für die zukünftige Sicherung der Ressourcen haben können. Die angesprochenen Themenfelder sind „Nachhaltige Beschaffung“, „gemeindeübergreifende Kooperation“ und „Nachhaltige Flächennutzung“. Ressourceneffizienz soll auch in einem ressourceneffizienten Prozess vorangetrieben werden: so empfiehlt die Strategie, bestehende Initiativen mit ressourcenrelevanten Aspekten zu bündeln, um mit geringem Aufwand den maximalen Effekt zu erreichen. In diesem Sinne soll innerhalb vorhandener Strukturen (wie KEM und LEADER-Regionen) gearbeitet und Unterstützung eingeholt oder angeboten werden.

Zielgruppe der Strategie

Die Strategie wendet sich mit einer Reihe an möglichen Aktivitäten an die wichtigsten Akteure, die es zu mobilisieren gilt: BürgermeisterInnen, Gemeinderat, Gemeindeverwaltung, Landesregierung, Bevölkerung und Unternehmen, RegionalmanagerInnen sowie ManagerInnen der LEADER- und KEM-Regionen. Die möglichen Aktivitäten bewegen sich auf unterschiedlichen Ebenen, von Programmen auf Bundes- und Landesebenen, bis zu konkreten Initiativen auf Gemeindeebene in den einzelnen Themenfeldern.

Lesen Sie mehr dazu in der Strategie zur Positionierung des Themas „Ressourcen“ in den österreichischen Gemeinden hier: Download

 

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