Kreislaufwirtschaft in der Region umsetzen

Gerade kleinere Gemeinden sind oft von der Vielzahl an Aufgabenfeldern für ein effizientes Wirtschaften und Leben in Kreisläufen überfordert. Denn Kreislaufwirtschaft ist mehr als Recycling. Sie reicht unter anderem von eingesetztem Mehrweggeschirr auf Gemeindefesten über Repair-Cafés und Strukturen für Wiederverwendung von Produkten hin zu regionalen Lebensmittelkreisläufen, der Beschaffung von wiederaufbereiteten Geräten und der Revitalisierung von Gewerbebrachen.

Umfassendere Kreislaufwirtschaftsansätze werden bislang vor allem in Großstädten gelebt. Aktuell kommt allerdings mit der neuen Kreislaufwirtschaftstrategie des österreichischen Klimaschutzministeriums Bewegung in die Thematik. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft gilt dabei als wesentlicher Ansatz um den Ressourcenverbrauch zu reduzieren und um Klimaschutz auch abseits der Energiewende zu betreiben. Denn für das Ziel der Klimaneutralität gilt es, neben dem Umstieg auf erneuerbare Energien und dem Forcieren von Energieeffizienz, auch die Transformation zu einer ressourcenschonenden und effizienten Kreislaufwirtschaft zu schaffen. Die regionale Ebene und die Kommunen spielen dabei eine zentrale Rolle.

Online-Selbstanalyse

Um bestehende und sich neu entwickelnde KEM-Regionen dabei zu unterstützen, Maßnahmen für mehr Kreislaufwirtschaft zu setzen, entwickelt das Ressourcen Forum Austria in einem aktuellen KEM-Leitprojekt einen „Ressourcen Check für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz in der Gemeinde“. Es handelt sich dabei um einen Online-Fragebogen zu den wichtigsten Handlungsfeldern mit Ressourcenrelevanz in der Gemeinde. Dieser bietet neben einem niedrigschwelligen Einstieg in das Thema folgende Vorteile:

  • eine „Übersetzung“ der Themen Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz in die „Welt“ der Gemeindepolitik,
  • das Aufzeigen von Handlungsfeldern mit Beispielen aus der Gemeindepraxis,
  • eine qualitative Bewertung des Kreislaufwirtschafts-Status Quo einer Gemeinde
  • eine Unterstützung bei der Prioritätensetzung und
  • einen strukturierten Ausgangspunkt für Diskussionen und Projekte in Gemeinden oder Region.

Kreislaufwirtschaft-Handlungsfelder

Kommunale Handlungsfelder mit Ressourcenrelevanz. Quelle: Ressourcen Forum Austria, Bildnachweis: Adobe Stock

Folgende Themen werden dabei vom Ressourcen Check erfasst: „Wiederverwenden, Reparieren und Recyceln“, „(Ab-)Wasser-Kreisläufe schließen“, öffentliche Beschaffung, „kreislauffähig Bauen“, Standortpolitik, Flächen und Böden, Landwirtschaft und Lebensmittel, Mobilität, Energie und Wärme, Veranstaltungen sowie Kompetenzen und Strategie. Zu diesen Feldern stellt der Ressourcen Check Fragen nach den Kreislaufwirtschaftsgrundsätzen „intelligene Nutzung“, „verlängerte Lebensdauer“ und „Wiederverwertung von Materialien“. Wie bereits umgesetzte kreislaufwirtschaftliche Ansätze in Österreichs Gemeinden und Regionen aussehen können, zeigen folgende Broschüren des Ressourcen Forums Austria beziehungsweise des Ökosozialen Forums.

Praxisbeispiele gesucht

Sie haben bereits Maßnahmen in Ihrer Region zum Einsparen von Ressourcen oder zum Schließen von Kreisläufen umgesetzt? Dann melden Sie Ihre guten Praxisbeispiele bitte an info@ressourcenforum.at! Diese werden nach Prüfung in die Best Practice-Sammlung des Projektes übernommen.

Sie haben Interesse den Ressourcen-Check in der Pilotphase in Ihrer Region auszuprobieren? Dann nehmen Sie bitte ebenfalls unter info@ressourcenforum.at Kontakt auf!

Weitere Informationen:

Projekt Ressourcen Check für Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz in der Gemeinde

Auftraggeber